System Of A Down Gitarrist Daron Malakian über Charles Manson Tod erzeugt einen Facebook Shitstorm

Screenshot Facebook

Wie sehr darf man öffentlich um einen Mann trauern, der so vielen Menschen unaussprechliche Qualen zugefügt hat? Diese Frage beschäftigt nach dem Tod des 83-Jährigen Charles Manson nicht nur die Musikwelt. Nun sorgt System Of A Down-Gitarrist Daron Malakian mit einem Facebook-Post für Aufsehen und einen Shitstorm auf seiner Facebook-Seite – doch Malakian kontert mit Inhalten.

In seinem Post führt Malakian aus, dass der kürzlich verstorbene Sektenführer einen großen musikalischen Einfluss auf ihn ausgeübt habe und dies nicht zuletzt darin zu erkennen sei, dass er den Song „ATWA“ nach Mansons Umwelt-Organisation benannt habe. Er bedauere seinen Tod sehr – bekräftigte aber gleichzeitig, dass es ihm nicht um Mansons Morde ginge, sondern um seine Gedankengänge und wie er sie in die Gesellschaft eingebracht habe. Trotz dieser eigentlich deutlichen Bekundungen und Klarstellung war – wohl auch für den Gitarristen – klar, dass dieser Post für einen Shitstorm sorgen würde. Wohl nicht zuletzt deshalb hatte er daraufhin im nächsten Post eine durchdachte und durchaus nachvollziehbare Rechtfertigung auf Lager, in der er nochmals verdeutlichte, dass es ihm eben nicht um die Ansichten oder die Morde ging, die er auch ausdrücklich verurteilte.

 

Es geht um den Künstler Charles Manson

Vielmehr unterstütze er den Künstler Charles Manson und rief durch den Vergleich zu O.J. Simpson dazu auf, zwischen dem Menschen und dem Mörder zu unterscheiden. Dass dieser seine Frau umgebracht habe sei natürlich schrecklich, aber man könne deswegen nicht leugnen, dass er ein begnadeter Footballer war. Eben deshalb müsse auch bei Manson zwischen seinen schrecklichen Taten und seinen Auswirkungen auf die Musik unterschieden werden.

Zweifelsfrei kann man diese Argumentation in gewisser Weise nachvollziehen – trotzdem muss die Frage erlaubt sein, wie viel Fingerspitzengefühl man dadurch beweist, dass man einen gerade verstorbenen Mörder öffentlich adelt. Aber Malakian sah ihn als großen Musiker und wichtige Persönlichkeit, und wenn er das so sieht dann kann er das im Zuge der Meinungsfreiheit auch bedenkenlos so ausdrücken. Mehr dazu gibt es direkt bei Facebook auf dem Profil des Gitarristen

0

Über den Autor:

Mein Name ist Peter (Pit) und ich schreibe hier über Rock, Pop aber auch Heavy Metal und Hardcore ist meine Welt.

Schreibe einen Kommentar